Vermögens- und Unternehmensnachfolgeplanung


Die Übertragung privaten und unternehmerischen Vermögens stellt für die Beteiligten in der Regel vor allem ein sehr emotionales Thema dar und wird daher häufig lange hinausgeschoben. Im Hinblick auf die Ausnutzung steuerlicher Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten manchmal auch zu lange…

Im Erbfall soll alles geregelt sein, Streitigkeiten unter den Erben sollen vermieden werden und es soll möglichst wenig Erbschaftsteuer zu zahlen sein. Dies setzt eine aktive Planung zu Lebzeiten voraus, aber nicht unbedingt bereits eine Übertragung des Vermögens oder der Einkunftsquellen.

Wir

  • zeigen Ihnen steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten auf,
  • weisen Belastungsunterschiede aus und
  • können Sie damit auch ein Stück weit bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich Ihrer langfristigen Nachlassregelung unterstützen.

Ende Januar 2007 wurde das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit der unterschiedlichen Bewertungsmethoden für zu übertragendes Vermögen veröffentlicht. Grundstücke und Betriebsvermögen würden im Vergleich zu Bargeld und Wertpapieren rechtswidrig zu günstig bewertet. Der Gesetzgeber ist gehalten, diese Ungleichbehandlung durch eine gesetzliche Neuregelung bis spätestens Ende 2008 zu beseitigen. Die Große Koalition plant. Entwürfe existieren, welche letztendlich umgesetzt werden, ist noch unklar. Dennoch sollte bereits in diesem Entwurfs-Stadium abgewogen werden, ob tendenziell eine Übertragung noch nach altem Recht oder besser später nach neuem Recht in Ihrem Fall besser wäre.

Aber auch nach aktuellem Recht gibt es bereits viele Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Nutzen Sie die geltenden Freibeträge aus (z. B. 407.000 EUR für Ehegatten und 205.000 EUR je Kind; bei Schenkungen auch mehrfach, denn alle 10 Jahre lebt der Freibetrag wieder auf
  • Haben Sie schon von der Güterstandsschaukel zwischen Ehegatten gehört?
  • Schenkungen zu Lebzeiten("vorweggenommene Erbfolge") gegen Rentenvereinbarung können bei entsprechender Gestaltung auch die Einkommensteuer des Rentenverpflichteten mindern
  • Durch die Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen der Kinder kann ggf. trotz "Berliner Testament" Erbschaftsteuer gespart werden
  • Die Übertragung des hälftigen Eigentums am Eigenheim durch den Alleineigentümer-Ehegatten auf den anderen Ehegatten ist steuerfrei.
  • Ausgleichszahlungen an weichende Erben können bei der Übertragung von Betriebsvermögen so gestaltet werden, dass es zu keiner Aufdeckung von stillen Reserven und damit zu keinem unnötigen Liquiditätsabfluss aus dem Unternehmen kommt.

Wir können hier nur Schlaglichter setzen. Das Leben ist - zum Glück - zu individuell. Aber wir möchten mit Ihnen zusammen ein Konzept entwickeln, das nicht nur unter steuerlichen Aspekten optimal ist, sondern auch Ihre persönlichen Vorstellungen berücksichtigt. Soweit hierzu die Hilfe eines Rechtsanwalts oder Notars erforderlich ist, können wir Ihnen gern auch einen kompetenten Fachmann oder eine kompetente Fachfrau weiterempfehlen.